Definition:


Beim Zustandspassiv (sein-Passiv) steht das Ergebnis einer Handlung im Vordergrund.

Die handelnde Person (Agens) ist hier noch unwichtiger als beim Vorgangspassiv und wird praktisch immer weggelassen.

Das Zustandspassiv beschreibt nicht einen dynamischen Prozess, sondern einen statischen Zustand (Resultat).

Es kann nur mit transitiven Verben gebildet werden.

Bildung Zustandspassiv:


Das Zustandspassiv wird folgendermaßen gebildet: 

Präsens: Personalformen von "sein"  + Partizip Perfekt

Präteritum: Personalformen von „waren“ + Partizip Perfekt

Futur I: Personalformen von „werden“ + Partizip Perfekt + „sein“

 

Zeitformen im Zustandspassiv:


Hier werden im Gegensatz zum Vorgangspassiv nur drei Zeitformen angewendet: Präsens, Präteritum und Futur.
 
Tempus Singular
Präsens Das Fenster ist geschlossen.
Präteritum Das Fenster war geschlossen.
Futur Das Fenster wird geschlossen sein.
Tempus Plural
Präsens Die Fenster sind geschlossen.
Präteritum Die Fenster waren geschlossen.
Futur Die Fenster werden geschlossen sein.
 

Verben, die kein Zustandspassiv bilden können:   


 a) Modalverben: können, mögen, dürfen, wollen, müssen, sollen
 
b) Reflexive Verben: sich ärgern, sich bemühen, etc.
 
c) Intransitive Verben: schlafen, gehen, laufen