Definition: Partikel


Partikel sind Wörter, die weder konjugiert (gebeugt) noch dekliniert (Genus, Numerus und Kasus) werden können.

Partikel können auch eine bewertende Funktion (positive oder negative Verstärkung) beinhalten.

Hinsichtlich ihrer Funktion unterscheiden wir zwischen Fokuspartikel, Gradpartikel und Modalpartikel.

Abb. Interjektionen sind Partikel
 
 

Wortarten, die Partikel sind:


Folgende vier Wortarten zählt man zu den Artikeln:

a) Adverbien z.B. morgen

b) Präpositionen z.B. auf

c) Konjunktionen z.B. da 

d) Interjektionen z.B. hey! 

 
 
 

Einteilung nach Wortarten:


a) Adverbien:

Adverbien betonen zeitliche, örtliche, kausale und modale Umstände.

Beispiele: unten, rechts, vorwärts, morgen, deshalb, deswegen, vielleicht, etc.

 

b) Präpositionen:

Präpositionen stehen immer in Verbindung mit einem anderen Wort und bestimmen dessen Fall.

Beispiele: auf, neben, für, mit, zwischen, an, etc. 

 

c) Konjunktionen:

Konjunktionen verbinden Wörter, Wortgruppen, Satzglieder oder ganze Sätze. 

Beispiele: und, oder, aber, denn, dass, das, nachdem, da, weil, etc. 

 

d) Interjektionen:

Interjektionen drücken eine bestimmte Empfindung, Willenshaltung des Sprechers aus.

Beispiele: pfui, ach, oh, ja, ätsch, ah, etc. 

 
 

Einteilung nach ihrer Funktion:


a) Fokuspartikel:

Diese beziehen sich auf eine wichtige Aussage im Satz.

Partikel: vor allem, sogar, besonders, etc. 

Anwendung: Auf dieses Wochenende hatte er sich schon besonders gefreut. 

 

b) Gradpartikel:

Sie verstärken/schwächen die Bedeutung eines Adverbs oder Adjektivs.

Partikel: ziemlich, viel, total, kaum, sehr, etc. 

Anwendung: Die ganze Angelegenheit ist sehr verwunderlich.

 

c) Modalpartikel:

Diese stehen meistens in der Satzmitte nach dem Verb und betonen einen Sachverhalt.

Partikel: doch, eben, aber, ja auch, eigentlich, eben, etc.

Anwendung: Sie sollten eigentlich schon hier sein.